Samstag, 17. November 2007

4. Tag: Auf dem Amazonas

Mittwoch, den 14.11.2007
Die Nacht in der engen Kabine war angenehmer als gedacht. Durch die nächtliche Abkühlung war es nicht ganz so stickig und wir haben die Klimaanlage nur ab und zu angemacht. Hatte ich schon erwähnt, daß es saubere Bettwäsche gab, aber keine Decke? Am Anfang ist es etwas komisch, zu schlafen, ohne sich zu zudecken. Aber irgendwann fallen einem die Augen zu. Handtücher gibt es auch keine. So muss man nach dem Duschen, nass in seine Kleidung steigen. Was aber angesichts der Temperaturen nicht weiter schlimm ist. (Ich höre schon den einen oder die andere fragen, wie kann man denn ohne Handtuch reisen? Liebe Freunde, auf den vergangenen Reisen hatte ich immer, immer ein eigenes Handtuch mit, das ich nie, nie, nie gebraucht habe, weil jede noch so billige Absteige immer saubere Tücher bereithielt. Im Zuge der Aktion "Leichter Reisen mit schmalem Gepäck" ist das Handtuch dann auf der Strecke bzw. in Köln geblieben.)

Die Nacht ist für uns um 4 Uhr morgens vorbei. Gegen 5 Uhr werden auch die anderen Gäste langsam munter und um 6 Uhr gibt es Frühstück, ein weiches Weisbrotbrötchen mit Margarine und süssen Milchkaffee. Wir setzen unser touristisches Programm fort: gucken, lesen, Portugiesisch lernen und dösen. Man stellt sich den Amazonas ja gerne so vor, wie der Fluss in Apocalypse Now, undurchdringlicher Busch, Papageien- und Affengeschrei, Krokodile, die träge ins Wasser gleiten. In Wahrheit sieht es hier manchmal aus, wie am Niederrhein. Kleinbauern haben den Urwald gerodet und Felder angelegt, alle paar Kilometer steht eine einfache Holzhütte, alle paar Stunden taucht eine Kleinstadt auf.

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