Samstag, 23. Februar 2008

Buenos Aires - Zweiter und letzter Blick

Für eine Millionenstadt ist Buenos Aires am Sonntagmorgen erstaunlich leer.

In der Innenstadt ist der Tango überall präsent.

Kleines Strassenorchester auf der Flohmarktmeile in San Telmo.

Nostalgische Tangofotos.

Flohmarkt in San Telmo.

Und auch hier: Tango!

Immer noch der Flohmarkt (der hörte aber auch wirklich überhaupt nicht auf).

Die kleine Kneipe an der Ecke.

La Boca - das andere Touristenviertel am Sonntagmorgen.

Die bunten Wellblechfassaden umfassen aber mal gerade drei Strassenzüge. Der Rest des Viertels ist ziemlich heruntergekommen und Touristen sind hier nicht gerne gesehen.

Die Häuser wurden anfangs aus den Resten abgewrackter Schiffe gebaut.

Im Fussballclub von La Boca begann die Karriere von Diego Maradonna.

Wenn man nichts gegen neugierige Blicke von Auswärtigen hat, kann man sich dieses Häuschen kaufen.

Einer der vielen Hundeausführer in B.A.

Weltklasse-Fotoausstellung mit Werken des Schweizer Fotografen Rene Burr, der unter anderem eines der berühmtesten Che-Fotos gemacht hat, im Borges-Kulturzentrum.

Deutsche Cuisine in der Stadtmitte.

Schöner Parken auf dem Playa-Parkplatz.

Das letzte Bild in B.A. am Dienstagnachmittag.

Samstag, 16. Februar 2008

Buenos Aires - Erster Blick

Strasse in der Innenstadt.

Dito.

Dog-Walker.

Abends in San Telmo.

Einkaufsstrasse.

In der Nähe der Kathedrale.

Regierungspalast.

Alte Häuser.

Parkplatz in der Innenstadt.

Puerto Madero - der alte Hafen ist heute ein beliebtes Ausgeh- und Wohnviertel.

Puerto Madero II.

Puerto Madero III.

Wolkenkratzer.

Tango-Show auf der Strasse.

Diese Stadt gibt auch alten Männern eine Chance, die keine Steine rollen.

Gerda mit Zimmerpflanze.

Ausstellungssaal.

Musee National de Bellas Artes (aussen).

Musee National de Bellas Artes (innen).

O La La! - Das Tango-Cafe in B.A.

Nicht vergessen: Che Guevara war Argentinier.

Elkawe.

In der Parilla brutzelt das Grillgut.

Im Park.

Apartmenthäuser in Palermo Soho.

93. bis 95. Tag: Von Rio Gallegos nach Buenos Aires

Montag, den 11. Februar, bis Mittwoch, den 13. Februar 2008

"Als ich der Bücher noch nicht müde war, hatte ich gelesen, und ich assoziiere es vage mit Bowles, daß sich ein Tourist von einem Reisenden darin unterscheidet, daß der eine den Verlauf seiner Route kennt, der andere aber sich der offenen Logik des Reisens hingibt."

Manuel Vazquez Montalban: Quintett in Buenos Aires - Ein Pepe-Carvalho-Roman

Die offene Logik des Reisens, das wurde Gerda und mir nach dem Abschied von Feuerland und dem fulminanten kulinarischen Höhepunkt des Abends im Frühstücksraum unseres Hotels in Rio Gallegos klar, konnte uns jetzt nicht nach El Chalten und zum Fitz Roy führen. Wir brauchten nicht noch mehr Weite und noch mehr Natur, wir brauchten das Gegenteil: Großstadt. Wir brauchen Buenos Aires.

Als wir um 10 Uhr in Rio Gallegos aufbrechen ist uns das Ziel klar, was uns nicht klar ist, ist, dass wir die nächsten 62 Stunden weder ein Bett noch eine Dusche sehen werden.

Um eine lange Geschichte kurz zu machen, wir bekommen in El Calafate eine Buspassage nach Buenos Aires, die insgesamt 44 Stunden dauern wird und am Dienstagmorgen um 4 Uhr früh beginnt. Wir verbringen einen Teil der Nacht von Montag auf Dienstag schlafend auf dem Boden des Busbahnhofs in El Calafate. Wir fahren zwei Tage und eine Nacht auf der Ruta 3 entlang der Atlantikküste und kommen kurz nach Null Uhr am Donnerstagmorgen in Buenos Aires an.

92. Tag: Von Ushuaia nach Rio Gallegos

Sonntag, den 10. Februar 2008

Ushuaia schenkt uns zum Abschied noch einmal einen herrlichen Sonnenaufgang. Dann zieht es sich aber auch schon wieder zu. Kurz hinter der Stadt beginnt der Regen, der uns die nächsten 450 Kilometer treu begleitet. Ganz Feuerland liegt unter dicken Regenwolken. Wir fahren diesmal über Bahia Azul, weil dort die Fähre jede Stunde fährt und die Überfahrt nur 30 Minuten dauert. Die Strasse endet im chilenischen Teil einfach im Wasser. Das Fährschiff klappt seinen Bug runter und wir fahren über eine provisorische Rampe in den Rumpf.

Auf dem Festland angekommen, sind es noch gut 100 Kilometer bis Rio Gallegos. Wir finden nach einigem Suchen ein freies Hotel und folgen unserem Reiseführer bei der Restaurantempfehlung. Das "Lagunacazul" ist um 21.30 Uhr noch völlig leer und wir fragen uns bei dem tristen Anblick, ob es wohl überhaupt geöffnet hat. Hat es und die meisten Tische sind sogar reserviert. Der Argentinier isst halt nicht gerne vor Anbruch der Dunkelheit.

Da uns die in der Speisekarte aufgeführten Gerichte nicht viel sagen, werden wir vom Koch in die Küche gebeten und bekommen sämtliche Vorräte gezeigt. Per Handzeichen stellen wir unser Menü zusammen: Langustini und Jacobsmuscheln als Vorspeise, einen regionalen Fisch auf Gemüsebett als Hauptgang. Dazu gibt es einen hervorragenden Weisswein aus Mendoza. Liebe Freunde, was soll ich sagen, es war das beste Restaurant-Essen, das wir auf der gesamten Reise genossen haben. Wir stellten unser Glück sogar noch auf die Probe und orderten eine Nachspeise: Apfelkuchen und Torte von drei Schokoladen. Wir wurden nicht enttäuscht.

86. bis 91. Tag: Ushuaia

Montag, den 4. Februar, bis Samstag, den 9. Februar 2008

Ushuaia hat sich selbst den Titel "Südlichste Stadt der Welt" verliehen. Punto Arenas, das weiter nördlich liegt, nennt sich auch so, ist aber fast doppelt so gross wie Ushuaia. Puerto Williams, das auf der anderen Seite des Beagle-Kanals in der Tat weiter südlich liegt, nennt sich auch so, zählt aber mit seinen knapp 5.000 Einwohnern nicht wirklich als Stadt. Also schliessen wir uns Ushuaias Selbstdefinition einfach an, auch weil dieser Ort für uns wirklich der südlichste Punkt unserer Reise ist.

Patagonien und Feuerland sind ja eigentlich leere Landstriche mit gerade mal zwei statistischen Einwohnern pro Quadratkilometer. Wer aber die Einsamkeit in Ushuaia sucht, ist hier völlig falsch. Die Stadt zählt heute ca. 60.000 Einwohner und wächst und wächst. Ende der 90er Jahre wurde die Strasse zwischen Rio Grande und Ushuaia geteert, seitdem kommen immer mehr Touristen, die das Gefühl auskosten wollen, am Ende der Welt zu sein.

So steht man denn im Nationalpark "Tierra del Fuego" mit vielen Busladungen anderer Menschen vor einem Schild, dass hier die Nationalstrasse Ruta 3, die in Buenos Aires beginnt, nach 3300 Kilometern endet. Damit die vielen Besucher das ökologische Gleichgewicht im Park nicht gefährden, hat man kurzerhand den größten Teil des Gebiets für alle gesperrt und lässt die Touristen nur noch auf einigen markierten Wegen laufen.

Aber auch so gibt es immer noch genügend zu wandern und wir machen in den Tagen einige Ausflüge, bis schlechtes Wetter uns ausbremst. In den umliegenden Bergen schneit es, in der Stadt regnet es und Nebelschwaden hängen in den Strassen. Eine gute Zeit, um ins Museum zu gehen.

Der größte Arbeitgeber war neben dem Militär bis in die 40er Jahre des vergangenen Jahrhunderts das Gefängnis. Hierhin wurden Schwerstverbrecher und politische Gefangene abgeschoben. Flucht war sinnlos, denn es gab hier nichts, wohin man hätte fliehen können. Und die wenigen, die es versuchten, stellten sich nach ein paar Tagen halbverhungert.

Von Ushuaia sind es nur noch 1.000 Kilometer bis zum Südpol. Man kann in jedem Reisebüro Kreuzfahrten dorthin buchen, jeden zweiten, dritten Tag legt irgendein Schiff Richtung Eis ab. Rund 500 Dollar kostet der Spass pro Tag und pro Person.

Wir nutzen Ushuaia vorallem, um mal wieder runterzukommen und eine längere Zeit an einem Ort zu bleiben. Wir haben ein nettes, ruhiges Bed+Breakfast gefunden, wo wir uns ausbreiten können. Nur weil wir das Auto wieder in Calafate abgeben müssen, machen wir uns am Sonntag auf den Weg.

Am Samstag endet unsere 13. Reisewoche.

Freitag, 15. Februar 2008

Über Land in Feuerland

Sonnenaufgang in Ushuaia.

Ushuaia von links aus gesehen.

Die Beagle-Bucht (von rechts aus gesehen).

Kleiner Fuchs am Wegesrand.

Plümchenwiese.

Steter Wind neigt den stärksten Baum (alte Holzfäller-Regel).

Die älteste Estancia auf Feuerland (nicht mehr in Betrieb).

Schädelknochen eines Walfisches.

In einem kleinen Museum für Meeressäuger werden die Knochen von gestrandeten Walen, Delphinen oder Seehunden aufbewahrt.

Und natürlich von Seepferden.