Mittwoch, 6. Februar 2008

80. Tag: Perito Moreno-Gletscher

Dienstag, den 29. Januar 2008

Wir holen morgens unseren Mietwagen, wieder ein VW Gol, ab und machen uns zum 80 Kilometer entfernten Perito Moreno-Gletscher auf, der Teil einer ganzen Gletscherfamilie ist.

Der Gletscher ist nicht nur gewaltig und atemberaubend in seinen Ausmassen: vier Kliometer breit, bis zu 55 Meter hoch und über 30 Kilometer lang (oder sogar über 60 Kilometer wie eine andere Quelle behauptet), sondern er ist auch einfach zu erreichen und deshalb ein extrem beliebtes Ausflugsziel. Der Parkplatz ist gefüllt mit Bussen, auf den Aussichtsplattformen stauen sich die Touristen.

Ein Schild erklärt, dass der Gletscher sich im Mittel um zwei Meter pro Tag nach vorne bewegt. Die Schneemassen in den Bergen rutschen permanent nach, verdichten sich zu Eis und drücken. An der Kante zum See Argentino brechen dauernd kleine und größe Eisbrocken ins Wasser. Ein Schauspiel, das jedesmal ein Johlen, Klatschen und Pfeifen unter den tausenden Zuschauern auslöst. Auch sonst ist der Gletscher alles andere als still. Das Eis ächzt, poltert, knackt und manchmal kracht es so laut, das man denkt, jemand hätte einen Feuerwerkskörper gezündet.

Am Nachmittag sind die meisten Busse mit ihren Gästen wieder weg. Es wird ruhig auf den Aussichtsplattformen. Die wenigen Touristen schweigen jetzt angesichts der majestätischen Natur und das Grollen des Eises wird noch beeindruckender.

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