Samstag, 16. Februar 2008

93. bis 95. Tag: Von Rio Gallegos nach Buenos Aires

Montag, den 11. Februar, bis Mittwoch, den 13. Februar 2008

"Als ich der Bücher noch nicht müde war, hatte ich gelesen, und ich assoziiere es vage mit Bowles, daß sich ein Tourist von einem Reisenden darin unterscheidet, daß der eine den Verlauf seiner Route kennt, der andere aber sich der offenen Logik des Reisens hingibt."

Manuel Vazquez Montalban: Quintett in Buenos Aires - Ein Pepe-Carvalho-Roman

Die offene Logik des Reisens, das wurde Gerda und mir nach dem Abschied von Feuerland und dem fulminanten kulinarischen Höhepunkt des Abends im Frühstücksraum unseres Hotels in Rio Gallegos klar, konnte uns jetzt nicht nach El Chalten und zum Fitz Roy führen. Wir brauchten nicht noch mehr Weite und noch mehr Natur, wir brauchten das Gegenteil: Großstadt. Wir brauchen Buenos Aires.

Als wir um 10 Uhr in Rio Gallegos aufbrechen ist uns das Ziel klar, was uns nicht klar ist, ist, dass wir die nächsten 62 Stunden weder ein Bett noch eine Dusche sehen werden.

Um eine lange Geschichte kurz zu machen, wir bekommen in El Calafate eine Buspassage nach Buenos Aires, die insgesamt 44 Stunden dauern wird und am Dienstagmorgen um 4 Uhr früh beginnt. Wir verbringen einen Teil der Nacht von Montag auf Dienstag schlafend auf dem Boden des Busbahnhofs in El Calafate. Wir fahren zwei Tage und eine Nacht auf der Ruta 3 entlang der Atlantikküste und kommen kurz nach Null Uhr am Donnerstagmorgen in Buenos Aires an.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Sehr guter Spruch und eure Entscheidung kann man im Anbetracht der allein auf dieser Seite gezeigten Bilder einfach nur nachvollziehen ; )


Aber hat das Musee National de Bellas Artes gerade den Großteil seiner Ausstellungsstücke ausgeliehen oder warum sind die Wände so kahl?


Elkawe - ha ha ha, lang hat's gebraucht!