Donnerstag, 15. November 2007

Wir verlassen Santarem - per Boot!

Unser Zuhause für die nächsten zwei Tage: die Golfinho do Mar.

Das Stahlschiff pendelt dauernd zwischen Santarem und Manaus, fasst über
300 Passagiere und unzählige Tonnen Kartons, Säcke und Kisten.

Einchekken beim Zahlmeister, der, wie sich später herausstellte,
auch einer der Steuermänner ist.

So wohnen wir in unserer kuscheligen 300-Reais-Zwei-Bett-Kabine mit Aircondition.
Weil es so warm ist, gibt es kein Oberbett.

Und so reisen die Einheimischen. Die mitgebrachten Hängematten
werden auf dem Unter- und Mitteldeck aufgehängt, Reisetaschen etc. darunter verstaut.
Für Abkühlung sorgt der Fahrtwind.

Blick auf ein Nachbarboot gleicher Bauart.

Verladekran am Kai von Santarem, gebaut übrigens vom VEB Eberswalde. Freundschaft!

Die Sojaverladestation von Santarem.

Letzter Blick auf die kleine Stadt am grossen Strom.

Amazonas oder Niederrhein?

Das Oberdeck. Treffpunkt der Raucher und Biertrinker. Aus der Box dröhnt, ja wirklich, dröhnt, den ganzen Tag Samba-Musik.

Teil unserer Vollverpflegung.

Gegen 17 Uhr geht auf einmal die Sonne unter. Die Temperaturen werden
erträglicher und die Nacht bricht herein.

Ruhig läge der Amazonas vor einem, wäre da nicht diese penetrant laute Samba-Musik.

Alles in Butter - Streifzug durch Santarem

Margarine bei Zimmertemperatur.

Unser Frühstücksbuffet.

So sieht das aus, wenn man Bräuche irgendwo hinpflanzt, wo sie nicht hingehören.

Mr. Minit auf brasilianisch.

Bananenverkäuferin.

Melonen (Keine Gen-Technik!)

Diese beiden Herren verkaufen ebenfalls Bananen und eine Reihe von selbstgemachten Getränken, die wir aber nicht zu probieren wagten.

Schnell noch ein paar Kilo Mangos und Papajas für die Schiffsreise kaufen.
Wegen Skorbut und so.

Noch mehr Obst.

Frischer Fisch aus dem Amazonas.

Dienstag, 13. November 2007

In und um Santarem

Eines der wenigen alten Häuser in Santarem mit traditioneller Kachelverkleidung.

Ohne Christianisierung wüsste der Amazonas Indianer gar nichts vom Tannenbaum.

Die übliche Kirche.

Kommt gut bei 33 Grad: Ein eiskaltes Bier.

Der Missisippi, äh, Amazonas. Zumindest ein kleines Stück davon.

Nicht unser Boot nach Manaus!

Telefonzelle im Papageien-Look.

Boote am Strand von Santarem. Aufgabe: Texten Sie nach diesem Bild einen deutschen Schlager für Costa Cordalis.


Uferpromenade.

Grafitti an Uferpromenade.

Geschäftsstrasse in Santarem.

Mittagessen für 7 € (beide Portionen).

Uferpromenade am Amazonas.

Landung im Flughafen von Santarem.

Gerda bei ihrer liebsten Freizeitbeschäftigung.

Für die Freunde der Löhn-Methode


Noch besseres Gefühl: Keine Verpflichtungen!



Gutes Gefühl: Alles erledigt!

Zwischenmahlzeit in Orly


Unser kleiner Snack für 31,50 €. Aber lecker wars! Deswegen haben gleich noch zwei Bier bestellt (11,00 €)

Zwischenspiel: Der Flughafen Paris Orly








Die meisten Fluggäste hasten durch Orly, in der Hoffnung ihren Anschlussflug noch zu bekommen. Wir hatten vier Stunden Zeit und konnten der menschengerechten Architektur endlich mal unsere Aufmerksamkeit schenken.

2. Tag: Ankunft in Santarem

12.11.2007
Wir landen nach 9 Stunden und 15 Minuten pünktlich in Recife an der Küste Brasiliens, quälen uns durch die Passkontrolle, schnappen unser Gepäck und schecken ein paar Meter weiter wieder ein. Jetzt haben wir drei Stunden Zeit, darüber nachzudenken, wieviel Uhr es in Deutschland ist, ob wir müde sind oder nicht, ob wir uns noch Wasser holen sollen und warum die Einheimischen alle rumlaufen, als ob hier Sommer ist, während wir noch unsere Pullover anhaben.

Um vier Uhr morgens Ortszeit geht es endlich los. Wir haben einen Hopp-hopp-Flug, soll heissen, der Flieger steuert insgesamt fünf Flughäfen auf dieser Route an. Also starten, 60 Minuten fliegen, landen, 45 Minuten Leute aussteigen lassen und neue Gäste an Bord nehmen, dann wieder starten und so weiter. Viermal müssen wir dieses Spielchen über uns ergehen lassen, bevor wir in Santarem landen.

Santarem empfängt uns um 10 Uhr morgens mit 33 Grad und 73 Prozent Luftfeuchtigkeit. Vor dem Flughafen wartet der Shuttle-Bus eines Hotels, das von unserem Reiseführer empfohlen wird, und ohne lange zu zögern, entern wir den Bus und lassen uns in die Stadt schaukeln.

An Bord ist Andre, ein brasilianischer Ingenieur, der die Sicherheit von Amazonas-Frachtern überprüft. Er hat in Sao Paulo im Rudolf-Steiner-College studiert und warnt uns, als er hört, dass wir per Boot nach Manaus weiter wollen, vor Holzdampfern. Die würden nämlich oft illegal betrieben, nicht instandgehalten und die Kapitäne seien auch nicht gut ausgebildet. Wunderbar - das Abenteuer beginnt.

Zu Santarem lässt sich nicht viel sagen, ein 220.000 Einwohner zählendes verschlafenes Kaff mit Einkaufsviertel für die umliegenden Ortschaften, einem grossen Hafen für die Soja-Frachter und vielen Leuten, die viel Zeit haben. Der Amazonas fliesst träge vorbei.

Wir besorgen uns am Nachmittag eine Schiffspassage nach Manaus (auf einem Stahlboot), 300 Reas (ca. 150 €) für eine Doppelkabine. Die Fahrt wird 48 Stunden dauern. Auf dem Rückweg ins Hotel noch schnell ein Bier bei der Hitze und dann fallen wir in einen komatösen Tiefschlaf, aus dem wir syncron acht Stunden später erwachen. Es ist 1 Uhr morgens, die Klimaanlage schuftet sich zu Tode, um das Zimmer auf 24 Grad zu halten, und ich genehmige mir, um weiter schlafen zu können, ein Bier aus der Minibar. Klappt wunderbar, schon bald gurgele ich wieder weg, während Gerda die Zeit bis zum Frühstück mit diversen wichtigen Dingen überbrückt.

1. Tag: Abflug in Düsseldorf

11.11.2007
Während aus dem Westbahnhof die Jecken bei strömendem Regen strömen, um sich auf dem Alter Markt warm zu schunkeln, brechen wir zum Düsseldorfer Flughafen auf. Die Flüge nach Paris und von dort nach Recife gehen problemlos über die Bühne. Nur der vierstündige Zwischenaufenthalt in Paris nervt etwas. Merke: das Teuerste an Südamerika ist das Essen im Pariser Flughafen Orly. Zwei Gemüseteller und zwei Bier: 31,50 €.

Montag, 15. Oktober 2007

Es geht wieder los!

Liebe Leser,

am 11. November geht es für vier Monate nach Südamerika. Erste Station wird Santarem am Amazonas sein. Von da aus fahren wir per Boot nach Manaus. Dann fliegen wir nach Brasilia und Sao Paulo, wo wir in den Überlandbus steigen, um via Paraguay nach Feuerland zu fahren. Vielleicht bleiben wir aber auch in Buenos Aires hängen. Wir werden sehen und euch berichten. Am 12. März 2008 sind wir schon wieder zuhause.

Viele Grüsse
Gerda und Karsten