Freitag, den 4. Januar 2008
In der Nacht hat es heftig zu regnen angefangen und als wir morgens frühstücken, schüttet es immer noch. Angesichts der Schotterpisten, die Cachi mi dem Rest der Welt verbinden, fragen wir im Hotel nach, ob eine Abreise überhaupt möglich ist. Sie ist, aber nur auf der Route, auf der wir gekommen sind, nicht auf der, die wir eigentlich geplant hatten. Also wieder fünf Stunden über Schlamm- und Schotterpisten. Der Regen hat kleine Bäche in reissende Wasser verwandelt, die sich oft über die Strasse ergiessen. Mehr als einmal fragen wir uns bei der Durchfahrt einer überfluteten Senke, ob gleich Wasser in unserem kleinen Corsa steht. Aber unsere Füsse bleiben trocken.
30 Kilometer hinter Salta stossen wir wieder auf die Hauptstrasse, die uns ins 150 Kilometer entfernte Cafayate führen wird. Hier unten ist von Regen keine Spur. Nach der frischen Bergluft ist es sehr schwül hier unten. Die Straße für durch die Quebrada (Schlucht) von Cafayate. Wieder so eine bizarre Andenlandschaft, wieder anders als die bisher gesehenen Berge. Zwischendrin geraten wir in ein Rudel von 30 brasilianischen Geländewagen. Der Nomadenclub aus Curitiba, der hier seine dritte Südamerika-Expediton fährt. Irgendetwas klingelt bei dem Namen "Curitiba", dann fällt uns ein, dass wir dort vor ein paar Wochen waren. Langsam verschwimmen die vielen Eindrücke.
Kurz vor Cafayete öffnet sich die Schlucht zu einer Ebene, statt nacktem Fels sehen wir jetzt Weinreben. Cafayate ist mit fast 12.000 Einwohnern sechsmal so gross wie das kleine Cachi und durch die guten Strassenverindungen nach Salta und Tucuman und seine Weinkellereien ein beliebter Urlaubsort. Wir mieten uns wie in Cachi in der Hosteria des argentinischen Automobilclubs ein.
Nach der obligatorischen Runde im Pool machen wir uns in die Stadt auf. Wie alle Ortschaften, in denen wir in Argentinien waren, gibt es auch in Cafayate einen großen zentralen Platz mit viel Grün und vielen gutbesetzten Parkbänken. Irgendwo an diesen Plätzen steht immer eine große Kirche, so auch hier. Der Rest der Bebauung setzt sich aus Kunstgewerbeläden, Hotels und Restaurants zusammen. Wir probieren den örtlichen Wein und geniessen das Treiben.
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