Dienstag, den 8. Januar 2008
Bustag. Sechs Stunden dauert die Fahrt im Doppelstockbus. Anders als bei mexikanischen oder brasilianischen Überlandbussen gibt es bei ihren argentinischen Kollegen keine Pausen. Der Bus hält nur kurz an diversen Busbahnhöfen und brettert ansonsten ohne Unterlass. Irgendwann kapituliert auch die Klimaanlage vor der Hitze draussen und der Bus wärmt sich mit jedem Kilometer weiter auf.
Völlig gerädert kommen wir in La Rioja an. Hier ist es noch heisser als in Tucuman. Der Taxifahrer ist so ermattet, dass er es noch nicht mal schafft, auszusteigen und seinen Kofferraum für unser Gepäck zu öffnen. Der Fahrer des nächsten Taxis muss tatsächlich aussteigen, ihm den Zündschlüssel abnehmen und den Kofferraum für uns öffnen.
La Rioja ist wie die meisten argentinischen Städte schachbrettartig angelegt und es fällt uns nicht schwer, den Hauptplatz zu finden. Es ist kurz nach 20 Uhr und wir sind fast alleine auf der Strasse. Erst als die Sonne um halb zehn untergeht, füllt sich die Innenstadt. Das Cafe, in dem wir gerade noch die einzigen Gäste waren, füllt sich schlagartig, der Springbrunnen links von uns sprudelt plötzlich und jede Menge Autos cruisen gemächlich um den Platz. Nur der Schuhputzer hat immer noch nichts zu tun und macht nach einer weiteren geschäftslosen halben Stunde Feierabend.
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