Freitag, den 25. Januar 2008
Bis Bariloche sind es gute 300 Kilometer. Aber unsere Route führt nur über asphaltierte Landstrasse und so gondeln wir ganz entspannt zurück. Weil wir das Auto erst abends zurückgeben müssen, fahren wir durch Bariloche hindurch zu einem kleinen Ort mit dem schönen Namen Llao Llao. Hier sieht es wirklich wie in der Schweiz aus: hinter uns liegen grüne Wiesen, vor uns der See und am anderen Ufer erheben sich steile Berge. Sogar Schnee liegt auf den Gipfeln.
Um 19 Uhr geben wir das Auto zurück und machen uns zum Busbahnhof auf. Vor uns liegen 35 Stunden Busfahrt. Wir wollen in einem Rutsch bis nach El Calafate vorstossen. Calafate ist der Ausgangsort für zwei der Hauptattraktionen Patagoniens, dem Nationalpark rund um das Bergmassiv des Fitz Roy und dem Gletschergebiet des Perito Moreno.
20.40 Uhr
Der Bus fährt im Terminal ein. Wie immer, Verstauen des Gepäcks, Kontrolle der Fahrkarten, Suche nach den Sitznummern. Der Bus ist ein einfacher Reisebus ohne besonderen Komfort, keine bequemen Schlafsessel, keine Decken, keine Kopfkissen. Das kann ja heiter werden.
20.58 Uhr
Superpünktliche Abfahrt. Der Bus ist nur gut zur Hälfte gefüllt. Die Sitzreihe hinter uns ist leer und ich besetze sie. Mit einer Bank für sich alleine kann man es ganz gut aushalten. Während wir uns durch den abendlichen Verkehr aus Bariloche herauskämpfen, geht die Sonne langsam und glutrot unter. Eine schöne Abschiedsstimmung.
21.19 Uhr
Wir fahren auf der berühmt-berüchtigen Routa 40. Eine ca. 4.500 Kilometer lange Strasse entlang der Anden, die im Norden an der bolivischen Grenze beginnt und im Süden kurz vor Feuerland endet. Die Strasse ist mal Schotterpiste, mal gut ausgebaute Landstrasse. Wir sind sie bei unseren diversen Ausflügen mit den Mietwagen schon mehrmals mit ihr in Kontakt gekommen. Nun werden wir gut 1.450 Kilometer auf ihr verbringen (da der Bus aber ein paar Schleifen fährt, sind wir insgesamt 1.600 Kilometer unterwegs).
22.05 Uhr
Polizeikontrolle! Wir müssen unsere Pässe und den Inhalt unseres Handgepäcks zeigen, ein Polizist vergleicht unsere Namen mit der Passagierliste. Nach einer Viertelstunde geht es weiter.
23.40 Uhr
Wir kommen in El Bolson an, dem ersten Zwischenstopp. Der Bus springt über eine Bodenwelle am Ortseingang. Alle, die schon eingeschlafen waren, sind jetzt wieder wach.
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