Dienstag, 15. Januar 2008

64. Tag: Von Mendoza nach Uspallata

Sonntag, den 13. Januar 2008

Unser Mietwagen für die nächste Woche ist ein VW Gol. Ich kenne die VW-Produktpalette nicht so genau, aber ich glaube, der Gol entspricht unserem Polo. Gol heisst auf Spanisch Tor und damit ist der Name im fussballverrücktem Lateinamerika nicht schlecht gewählt.

Unser Tagesziel ist Uspallata, ein kleiner Ort, der in 1.900 Meter Höhe als Tor zu den Zentralen Hochanden gilt. Von Mendoza führen gleich zwei Strassen hin: eine gut ausgebaute autobahnähnliche und eine kurvige Schotterpiste. Ihr ahnt, welche wir wählen. Die ersten Kilometer hinter Mendoza sind noch gemütlich, die Strasse ist aus Betonplatten gebaut, in die der Zahn der Zeit jede Menge Schlaglöcher gebissen hat und schnurrgerade. Dann plötzlich, als ob der Beton ausgegangen wäre, fängt die staubige Schotterpiste an. Ein Schild informiert uns, dass dieser Weg auch "Die Strasse des einen Jahres" genannt wird, weil sie 365 Kurven hat.

Drei Stunden brauchen wir für das ca. 50 Kilometer lange Stück, manchmal geht es nur mit 20 km/h vorwärts. Ausserdem braucht das Aussteigen und fotografieren auch seine Zeit.

Uspallata besteht vor allem aus einer Kreuzung. Links geht es nach Chile, die chilenische Hauptstadt Santiago ist nur 250 Kilometer entfernt, geradeaus geht es nach Mendoza per Schnellstrasse und rechts geht's ins Dorf. 3.000 Menschen leben hier und sie leben hauptsächlich vom Tourismus. Der Reiseführer empfiehlt das Hotel Vienna. Der Tester muss blind gewesen sein, uns zeigt man nur Zimmer ohne Fenster. 200 Meter weiter werden wir fündig, ein schönes Hotel mit Pool natürlich und WLAN.

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