Montag, den 31. Dezember 2007
Unter Eisenbahnfreaks hat Salta einen ganz besonderen Ruf. Hier startet der "Tren A Las Nubes", der Zug in die Wolken, der bis auf eine Höhe von 4575 Meter klettert und damit weltweit die vierthöchste Eisenbahn ist, die noch in Betrieb ist. Leider verkehrt er nur von März bis November, so dass wir die Strecke mit dem Auto abfahren.
Damit die Strecke nicht von zuvielen Touristen befahren wird, hat man sich einen besonderen Trick einfallen lassen: kurz hinter Salta endet die Aphaltstrasse und es folgen 20 Kilometer Schotterpiste, bis dann plötzlich wieder der Asphalt anfängt. Während wir auf dem Schotter mit reifenschonenden 20 Stundenkilometern dahin tuckern, können wir auf den leeren, autobahnähnlichen Asphaltstrassen richtig Gas geben. Es geht immer höher, was sich bei mir wieder mit leichten Kopfschmerzen und zunehmender Müdigkeit bemerkbar macht. Unsere Strasse kreuzt immer wieder die verlassene Bahnlinie, die dann irgendwann in einem anderen Tal verschwindet. Wir schaffen es noch bis auf den Scheitelpunkt des Passes und beschliessen angesichts der vorangeschrittenen Zeit und unserer angeschlagenen Kondition es bei diesem Höhepunkt zu belassen und nicht weiter Richtung Chile zu fahren.
Zurück in unserem Bungalow gibt es als Silvesteressen Ravioli, Gnocci und Salat sowie 3,5 Flaschen Rotwein, wobei die letzte Flasche nur deshalb nicht ausgetrunken wurde, weil der 5,25 Pesos teure Tropfen (ca. 1,25 Euro) statt Geschmack nur Kopfschmerzpotential bereit hielt.
Zu unserer Überraschung feierten die Argentinier schon um 23.00 Uhr Neujahr. Wie sich Hanne und Thomas dann schlagartig erinnerten, hatten sie am Busbahnhof gelesen, dass gestern die Uhren um eine Stunde vorgestellt worden sind. Also auch Argentinien kennt die Sommerzeit.
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1 Kommentar:
nur zur info: als ihr noch um die reststunde feilschtet war ich schon mit beiden beinchen im neuen jahr - glück und segen auf all euren wegen wünsche ich euch mit fast vierwöchiger verspätung - aber was bedeutet schon zeit und raum für euch -
h1
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