Montag, den 21. Januar 2008
Etwas zerknittert kommen wir morgens um sieben Uhr, nach elf Stunden, in Neuquen an. Gerda hat ganz gut geschlafen, ich habe in den angeblichen Schlafsitzen keine Position gefunden, die mich in den Tiefschlaf hat gleiten lassen. Entsprechend ist meine Laune und auch ein Kaffee und ein Croissant in einem kleinen Stehcafe im Busbahnhof heben sie nicht.
Eigentlich wollten wir in Neuquen übernachten und einen Ausflug zu einer 80 Kilometer entfernten Dinosaurierausgrabungsstätte und dem angeschlossenen Museum machen. (Rund um Neuquen sind riesige Dinosaurier-Sklette gefunden worden.) Aber irgendwie behagt uns der Gedanke, (Luft holen) jetzt in die Stadt zu fahren, ein Hotel zu suchen, dann den Bus zu dem Museum zu finden, den ganzen Tag rumzulaufen und dann wieder zurück in die Stadt usw. (Ausatmen) nicht. (Den Satz vielleicht noch mal lesen?)
Stattdessen beschliessen wir, den nächsten Bus nach Bariloche zu entern, um endlich nach Patagonien zu kommen. Die vier Stunden bis zur Abfahrt vertrödeln wir am Busbahnhof, wo mir auffällt, dass der Name "Neuquen" ja ein Palindrom ist. Übrigens genauso wie das Wort "Reliefpfeiler". So kann man die Zeit auch rumkriegen.
Nach weiteren sieben Stunden im Bus kommen wir gegen 20 Uhr in Bariloche an. Die Stadt ist eigentlich eine Wintersporthochburg, die sich aber dank ihrer Lage am Nahuel Huapi-See auch im Sommer immer größerer Beliebtheit erfreut. Es geht hier zu wie in Egmont aan Zee während der Hauptsaison. In den kleinen Straßen im Zentrum stauen sich die Autos, die Bürgersteige sind voller Menschen und in den Restaurants gibt es kaum Plätze. Wir haben Glück und finden ein Zimmer für eine Nacht und einen Mietwagen für den nächsten Tag.
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1 Kommentar:
jaja, das sagt wikipedia auch
h1
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