Liebe Freunde,
euch allen ein gutes neues Jahr!
Wir haben den Silvester-Abend mit Ravioli, Gnocci, Salat und viel Rotwein aus der Gegend sowie mit Hanne und Thomas verbracht. Weil hier aus irgendwelchen Gründen angeblich die Uhr umgestellt wird, wissen wir gar nicht, ob schon Neujahr ist oder nicht.
Viele Grüße
Karsten und Gerda
Montag, 31. Dezember 2007
Sonntag, 30. Dezember 2007
49. Tag: Von der Quebrada de Humahuaca zurück in Richtung Salta
Samstag, den 29. Dezember 2007
Wir fahren von Humahuaca noch rund 60 Kilometer weiter in Richtung Bolivien. Die Landschaft wird immer karger. Ab und zu sind die Überreste einer Eisenbahnlinie neben der Strasse zu sehen. Schotterpisten führen zu Dörfern in den Nachbartälern, die von schrottreifen Regionalbussen angefahren werden. Wir wollen unseren Reifen diese Strassen nicht antun und kehren um.
Hanne und Thomas habe per e-Mail ihr Kommen für morgen in Salta angekündigt und wir beschliessen, etwas ausserhalb der Stadt Quartier zu nehmen. In San Lorenzo, einer Art Marienburg für die wohlhabende Schicht Saltas, finden wir eine schöne Ferienanlage mit einem riesigen Appartment, einem Tiefwasserpool und einem etwas wackeligen Internetanschluss. Genau das richtige für die Exkursionen der nächsten Tage.
Wir fahren von Humahuaca noch rund 60 Kilometer weiter in Richtung Bolivien. Die Landschaft wird immer karger. Ab und zu sind die Überreste einer Eisenbahnlinie neben der Strasse zu sehen. Schotterpisten führen zu Dörfern in den Nachbartälern, die von schrottreifen Regionalbussen angefahren werden. Wir wollen unseren Reifen diese Strassen nicht antun und kehren um.
Hanne und Thomas habe per e-Mail ihr Kommen für morgen in Salta angekündigt und wir beschliessen, etwas ausserhalb der Stadt Quartier zu nehmen. In San Lorenzo, einer Art Marienburg für die wohlhabende Schicht Saltas, finden wir eine schöne Ferienanlage mit einem riesigen Appartment, einem Tiefwasserpool und einem etwas wackeligen Internetanschluss. Genau das richtige für die Exkursionen der nächsten Tage.
48. Tag: Von Salta in die Quebrada de Humahuaca
Freitag, den 28. Dezember 2007
Wir mieten in Salta einen Chevrolet, der sich bei genauerem Hinsehen als Opel Corsa entpuppt, und fahren über eine wunderschöne Serpentinenstrasse Richtung Norden nach Jujuy. Die Stadt lassen wir allerdings links liegen, wir wollen in die Quebrada de Humahuaca. Diese Schlucht wurde von der Unesco zum Welterbe erklärt. Auf den kahlen Berghängen wächst ausser einer Kaktusart kaum etwas. In den Tälern leben Quechua-Indios von ein bischen Ackerbau und Viehzucht. Die kleinen Dörfer sind staubig und ein kalter Wind bläst ständig.
Wir übernachten in Humahuaca in einem kleinen Hostel. Der Ort liegt fast auf 3.000 Meter Höhe und das merkt man bei jedem Schritt. Schon wenige Stufen machen einen atemlos und ausserdem habe ich leichte Kopfschmerzen. Gegen beides sollen Kokablätter helfen, wir halten uns lieber an eine Flasche Bier.
Wir mieten in Salta einen Chevrolet, der sich bei genauerem Hinsehen als Opel Corsa entpuppt, und fahren über eine wunderschöne Serpentinenstrasse Richtung Norden nach Jujuy. Die Stadt lassen wir allerdings links liegen, wir wollen in die Quebrada de Humahuaca. Diese Schlucht wurde von der Unesco zum Welterbe erklärt. Auf den kahlen Berghängen wächst ausser einer Kaktusart kaum etwas. In den Tälern leben Quechua-Indios von ein bischen Ackerbau und Viehzucht. Die kleinen Dörfer sind staubig und ein kalter Wind bläst ständig.
Wir übernachten in Humahuaca in einem kleinen Hostel. Der Ort liegt fast auf 3.000 Meter Höhe und das merkt man bei jedem Schritt. Schon wenige Stufen machen einen atemlos und ausserdem habe ich leichte Kopfschmerzen. Gegen beides sollen Kokablätter helfen, wir halten uns lieber an eine Flasche Bier.
Freitag, 28. Dezember 2007
47. Tag: Von Tucuman nach Salta
Donnerstag, den 27. Dezember 2007
Wieder vier Stunden Busfahrt. Langsam merkt man, das Argentinien flächenmässig das achtgrößte Land der Erde ist. Dabei sieht auf der Landkarte immer alles so nah aus. Die Landschaft wird interessanter, wir bewegen uns von den "pampinen Sierren auf den andinen Nordwesten" zu (Reiseführer-Zitat) und zunehmend tauchen Berge am Horizont auf.
Salta ist mit 450.000 Einwohnern überschaubarer als Tucuman und präsentiert sich frisch geputzt. Alle Kolonialbauten, und davon gibt es eine ganze Menge, wirken wie gerade renoviert. Ausserdem haben die Stadtoberen darauf geachtet, dass das kulturelle Erbe nicht von Neubauten erdrückt wird.
Doch wir haben genug von Städten. Deshalb mieten wir ein Auto, um in den nächsten Tage die Berge und Nationalparks zu erkunden.
Wieder vier Stunden Busfahrt. Langsam merkt man, das Argentinien flächenmässig das achtgrößte Land der Erde ist. Dabei sieht auf der Landkarte immer alles so nah aus. Die Landschaft wird interessanter, wir bewegen uns von den "pampinen Sierren auf den andinen Nordwesten" zu (Reiseführer-Zitat) und zunehmend tauchen Berge am Horizont auf.
Salta ist mit 450.000 Einwohnern überschaubarer als Tucuman und präsentiert sich frisch geputzt. Alle Kolonialbauten, und davon gibt es eine ganze Menge, wirken wie gerade renoviert. Ausserdem haben die Stadtoberen darauf geachtet, dass das kulturelle Erbe nicht von Neubauten erdrückt wird.
Doch wir haben genug von Städten. Deshalb mieten wir ein Auto, um in den nächsten Tage die Berge und Nationalparks zu erkunden.
In Salta
Die örtliche Eintopfspezialität, Locre (oder so ähnlich), ein mehrstündig gekochter Eintopf aus Schweinefleischen, Chorizo-Wurst, Mais und anderen nicht identifizierbaren Zutaten. Ist schön scharf.46. Tag: Von Cordoba nach Tucuman
Mittwoch, den 26. Dezember 2007
Der zweite Weihnachtstag ist in Argentinien kein Feiertag und so ist die Stadt, die gestern wie ausgestorben war (und sich übrigens mit zwei O's schreibt und nicht mit o und u wie ich das weiter hinten dauernd getan habe), ist wieder geschäftig und hektisch. Wir nehmen einen frühen Überlandbus und fahren acht Stunden Richtung Norden nach Tucuman. Die Landschaft ist flach und eintönig. Ein kleiner Vorgeschmack auf die Pampa und Patagonien?
Die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz hat rund 900.000 Einwohner und empfängt uns mit Nieselregen. Wir suchen uns ein einfaches Hostel für die Nacht und machen trotz Regens einen kleinen Rundgang durch die Stadt. Das Stadtbild ist geprägt von schmutzigen Kolonialbauten und hässlichen Neubauten. Vielleicht liegt es am Regen, aber die Stadt will uns nicht recht gefallen.
Der zweite Weihnachtstag ist in Argentinien kein Feiertag und so ist die Stadt, die gestern wie ausgestorben war (und sich übrigens mit zwei O's schreibt und nicht mit o und u wie ich das weiter hinten dauernd getan habe), ist wieder geschäftig und hektisch. Wir nehmen einen frühen Überlandbus und fahren acht Stunden Richtung Norden nach Tucuman. Die Landschaft ist flach und eintönig. Ein kleiner Vorgeschmack auf die Pampa und Patagonien?
Die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz hat rund 900.000 Einwohner und empfängt uns mit Nieselregen. Wir suchen uns ein einfaches Hostel für die Nacht und machen trotz Regens einen kleinen Rundgang durch die Stadt. Das Stadtbild ist geprägt von schmutzigen Kolonialbauten und hässlichen Neubauten. Vielleicht liegt es am Regen, aber die Stadt will uns nicht recht gefallen.
Dienstag, 25. Dezember 2007
45. Tag: Alta Gracia
Dienstag, den 25. Dezember 2007
Wir geben den Katholen noch eine Chance und finden uns um 11 Uhr zum Weihnachtsgottesdienst in einer schönen alten Kolonialkirche ein. Gerda, die ja die Freuden einer katholischen Erziehung so sehr genoss, das sie bei der ersten Gelegenheit aus der Kirche ausgetreten ist, kann sich erinnern, dass die 11 Uhr Messe am Weihnachtsmorgen die bestbesuchte Messe überhaupt in Neuss war. Nicht so in Corduba. Wieder betet der Priester vor fast leeren Bänken.
Die Stadt ist auch sonst wie ausgestorben. Wir entern den Bus ins 30 Kilometer entfernte Alta Gracia. Dort verbrachte Che Guevara seine Kindheit und sein Elternhaus beherbegt heute ein kleines Museum. Das Schild am Museum sagt: Wir haben jeden Tag von 9.00 Uhr bis 19.00 Uhr geöffnet. Die Kette am Eingangstor sagt: Heute machen wir eine Ausnahme. Glücklicherweise gibt es zwei Häuser neben dem Museum eine kleine Bar, deren Besitzer Dichter, Kulturjournalist, Rezitator und Che-Fan ist. Ausserdem ist er mit einer Kubanerin verheiratet. Bilder an der Wand zeigen ihn mit Fidel Castro, der 2006 zusammen mit Hugo Chavez das Museum besuchte. Wir trinken Kaffe, Gerda bekommt ihre geliebten Dolce de Leche-Plätzchen, (die in der Tat Dolce und nicht Dulce heissen) und wir kaufen noch ein Buch des Hausherrn.
Wir geben den Katholen noch eine Chance und finden uns um 11 Uhr zum Weihnachtsgottesdienst in einer schönen alten Kolonialkirche ein. Gerda, die ja die Freuden einer katholischen Erziehung so sehr genoss, das sie bei der ersten Gelegenheit aus der Kirche ausgetreten ist, kann sich erinnern, dass die 11 Uhr Messe am Weihnachtsmorgen die bestbesuchte Messe überhaupt in Neuss war. Nicht so in Corduba. Wieder betet der Priester vor fast leeren Bänken.
Die Stadt ist auch sonst wie ausgestorben. Wir entern den Bus ins 30 Kilometer entfernte Alta Gracia. Dort verbrachte Che Guevara seine Kindheit und sein Elternhaus beherbegt heute ein kleines Museum. Das Schild am Museum sagt: Wir haben jeden Tag von 9.00 Uhr bis 19.00 Uhr geöffnet. Die Kette am Eingangstor sagt: Heute machen wir eine Ausnahme. Glücklicherweise gibt es zwei Häuser neben dem Museum eine kleine Bar, deren Besitzer Dichter, Kulturjournalist, Rezitator und Che-Fan ist. Ausserdem ist er mit einer Kubanerin verheiratet. Bilder an der Wand zeigen ihn mit Fidel Castro, der 2006 zusammen mit Hugo Chavez das Museum besuchte. Wir trinken Kaffe, Gerda bekommt ihre geliebten Dolce de Leche-Plätzchen, (die in der Tat Dolce und nicht Dulce heissen) und wir kaufen noch ein Buch des Hausherrn.
44. Tag: Cordoba
Montag, den 24. Dezember 2007
90 Prozent der Argentinier sind Katholiken. Trotzdem deutet wenig in der Stadt daraufhin, daß heute das Christkind Geburtstag hat. Die Geschäfte und Gaststätten sind normal geöffnet, die Strassen voll mit Menschen. Bei uns kommt auch keine Weihnachtsstimmung auf, weil es sommerlich warm ist. Wir spazieren durch die Stadt und erholen uns noch etwas von den vorherigen Tagen.
Um 21.30 Uhr gehen wir zur Christmesse in eine Kirche in der Nähe unseres Hotels. Im riesigen Kirchenschiff verlieren sich ca. 30 Gläubige. Es ist so deprimierend, dass wir die Kirche schnell wieder verlassen und in eine andere eilen, wo der Gottesdienst um 22.00 Uhr beginnt.
Um fünf vor zehn haben sich, in der ebenfalls riesigen Kirche, gerade mal 27 Besucher eingefunden. Hinter dem Altarraum sammeln sich Nonnen. Ein Gitter trennt sie vom Rest der Kirche. Werden die Frauen gefangen gehalten? Der Priester hat gerade mit dem Ritual begonnen, als ein Kratzgeräusch die Gläubigen auffahren läßt. Metall schabt über den Steinfußboden. Ein alter Mann schleppt sich mit Hilfe einer eisernen Gehhilfe, die einen Höllenlärm macht (falls das das richtige Bild in diesem Umfeld ist), zentimeterweise in die Kirche. Das ist so surreal, die Szene könnte aus einem Bunuel-Film sein. Wir machen uns auch wieder auf den Weg.
Um null Uhr explodieren in der ganzen Stadt Feuerwerkskörper. So wird in Argentinien also die Ankunft des Herrn gefeiert.
90 Prozent der Argentinier sind Katholiken. Trotzdem deutet wenig in der Stadt daraufhin, daß heute das Christkind Geburtstag hat. Die Geschäfte und Gaststätten sind normal geöffnet, die Strassen voll mit Menschen. Bei uns kommt auch keine Weihnachtsstimmung auf, weil es sommerlich warm ist. Wir spazieren durch die Stadt und erholen uns noch etwas von den vorherigen Tagen.
Um 21.30 Uhr gehen wir zur Christmesse in eine Kirche in der Nähe unseres Hotels. Im riesigen Kirchenschiff verlieren sich ca. 30 Gläubige. Es ist so deprimierend, dass wir die Kirche schnell wieder verlassen und in eine andere eilen, wo der Gottesdienst um 22.00 Uhr beginnt.
Um fünf vor zehn haben sich, in der ebenfalls riesigen Kirche, gerade mal 27 Besucher eingefunden. Hinter dem Altarraum sammeln sich Nonnen. Ein Gitter trennt sie vom Rest der Kirche. Werden die Frauen gefangen gehalten? Der Priester hat gerade mit dem Ritual begonnen, als ein Kratzgeräusch die Gläubigen auffahren läßt. Metall schabt über den Steinfußboden. Ein alter Mann schleppt sich mit Hilfe einer eisernen Gehhilfe, die einen Höllenlärm macht (falls das das richtige Bild in diesem Umfeld ist), zentimeterweise in die Kirche. Das ist so surreal, die Szene könnte aus einem Bunuel-Film sein. Wir machen uns auch wieder auf den Weg.
Um null Uhr explodieren in der ganzen Stadt Feuerwerkskörper. So wird in Argentinien also die Ankunft des Herrn gefeiert.
Der Asado zu Hans Georg's 50. Geburtstag
Und einen richtigen Asado-Grill. Für ganze Kälber sollte er etwas größer sein, als die Grills, die man bei uns an der Tanke findet. Wie man erkennen kann, bekommt das Fleisch von unten und oben Hitze. Die Fleischstücke sind unten noch von Kuhfell ummantelt. Dadurch bleibt der Saft im Fleisch. Das Können des Asado-Meisters liegt darin, das Fell nicht zu versengen, da sonst das Fleisch trocken wird. Sechs bis acht Stunden dauert es, bis das Fleisch durch ist.
Abonnieren
Kommentare (Atom)



























































