Mittwoch, den 12. Dezember 2007
Mit schwerem Kopf (Weisswein, Caipis), aber leichtem Herzen machen wir uns auf den Weg zu den Wasserfällen von Iguacu. Auf einer Breite von 2,7 Kilometer stürzen die Wassermassen bis zu 80 Meter in die Tiefe. Die Wasserfälle liegen genau auf der Grenze von Brasilien und Argentinien. Beide Länder haben bereits in den 30er Jahren einen gemeinsamen Naturschutzpark eingerichtet, der Mitte der 80er Jahre Weltnaturerbe der Unesco wurde. Je nach Wasserstand gibt es zwischen 150 und 270 verschiedene Fälle zu bewundern. Laut Reiseführer donnern pro Sekunde bis zu 6500 Kubikmeter Wasser nach unten. Ich weiss jetzt nicht, wer mit dieser Zahl etwas anfangen kann. Bitte umrechnen in Güterzüge oder Fußballfelder.
Iguacu ist eine Fünf-Sterne-Touristenattraktion, dementsprechend ist auch die Infrastruktur. Man kommt leicht mit dem Linienbus in den Park. Dort bringt ein Pendelbus die Menschen bis kurz vor die Fälle. Auf gut ausgebauten Wegen kann man fast bis in die Wasserfälle gehen.
Es ist ein gigantischer Anblick. Wo man hinschaut, überall rauscht Wasser über steile Kanten. Wir können uns kaum sattsehen. Dazu ein ohrenbetäubender Lärm. Man versteht wirklich sein eigenes Wort nicht. An einem Steg am sogenannten Teufelsschlund ist man dem Wasser so nahe, dass man innerhalb von wenigen Minuten durch Spritz- und Sprühwasser völlig durchnässt ist. Bei Temperaturen jenseits von 35 Grad ist diese Abkühlung allerdings sehr willkommen.
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen