Dienstag, den 25. Dezember 2007
Wir geben den Katholen noch eine Chance und finden uns um 11 Uhr zum Weihnachtsgottesdienst in einer schönen alten Kolonialkirche ein. Gerda, die ja die Freuden einer katholischen Erziehung so sehr genoss, das sie bei der ersten Gelegenheit aus der Kirche ausgetreten ist, kann sich erinnern, dass die 11 Uhr Messe am Weihnachtsmorgen die bestbesuchte Messe überhaupt in Neuss war. Nicht so in Corduba. Wieder betet der Priester vor fast leeren Bänken.
Die Stadt ist auch sonst wie ausgestorben. Wir entern den Bus ins 30 Kilometer entfernte Alta Gracia. Dort verbrachte Che Guevara seine Kindheit und sein Elternhaus beherbegt heute ein kleines Museum. Das Schild am Museum sagt: Wir haben jeden Tag von 9.00 Uhr bis 19.00 Uhr geöffnet. Die Kette am Eingangstor sagt: Heute machen wir eine Ausnahme. Glücklicherweise gibt es zwei Häuser neben dem Museum eine kleine Bar, deren Besitzer Dichter, Kulturjournalist, Rezitator und Che-Fan ist. Ausserdem ist er mit einer Kubanerin verheiratet. Bilder an der Wand zeigen ihn mit Fidel Castro, der 2006 zusammen mit Hugo Chavez das Museum besuchte. Wir trinken Kaffe, Gerda bekommt ihre geliebten Dolce de Leche-Plätzchen, (die in der Tat Dolce und nicht Dulce heissen) und wir kaufen noch ein Buch des Hausherrn.
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2 Kommentare:
http://www.zeit.de/2007/52/Interview-Geert-Lovink
danke, anonym!
da bloggt man doch gleich mit einem ganz anderen bewusstsein.
grüße
karsten
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